Um die Sicherheit von Schulkindern, Radfahrern und Menschen mit
Mobilitätseinschränkungen zu verbessern, soll die Verkehrssituation an der Kreuzung Konrad-Adenauer-
Straße/Raiffeisenstraße in Drensteinfurt überprüft werden. Der Ausschuss für Stadtentwicklung, Bau und
Umwelt (SBUA) hat sich in seiner jüngsten Sitzung am Montagabend mit einem Antrag von Dr. Markus
Oberhoff (CDU) befasst. Die CDU-Fraktion fordert darin, die Querungsmöglichkeiten für Radfahrer und
Fußgänger an dem stark frequentierten Knotenpunkt zu verbessern und orientiert sich dabei an einer
Lösung, die bereits in Münster-Hiltrup zum Einsatz kommt.
In dem Antrag heißt es, die derzeitige Verkehrsregelung stelle „insbesondere für Radfahrende eine
erhebliche Einschränkung dar“. Wer vom Bahnhof oder aus der Innenstadt kommend die Konrad-
Adenauer-Straße (K21) in Richtung Heimstättenweg überqueren will, muss zunächst über die
Raiffeisenstraße kommen, um die Ampel zu erreichen. Die Raiffeisenstraße ist jedoch eine der am
stärksten genutzten innerstädtischen Straßen. Neben der Zufahrt Richtung Bahnhof bestehen hier unter
anderem Anbindungen an die Innenstadt, Einzelhandelsbetriebe und Fitnessstudios. Zudem ist die Straße
ein viel genutzter Schulweg. Beidseitig verläuft ein kombinierter Geh- und Radweg, auf dem es
regelmäßig zu Engstellen und somit zu gefährlichen Situationen kommt.
„Es besteht Handlungsbedarf“: Schulweg soll sicherer werden – Kritik an
hohen Kosten
Das Problem ist der Stadt nicht neu: Aufgrund von Hinweisen aus einer Bürgerbeteiligungsveranstaltung
im Februar 2023 wurde der Kreuzungsbereich bereits als „Maßnahme KN33“ in das Radwegekonzept der
Stadt Drensteinfurt aufgenommen. Die CDU verweist in ihrem Antrag darauf, dass eine nahezu identische
Verkehrssituation an der Kreuzung Glasuritstraße/Max-Winkelmann-Straße in Hiltrup seit Jahren
erfolgreich gelöst sei. Dort werde die vorgeschlagene Verkehrsführung „bei höherer Frequenz aller
Verkehrsteilnehmer“ angewendet. Eine Übertragung auf Drensteinfurt liege daher nahe.
Konkret schlägt die CDU vor, beidseitig der Raiffeisenstraße gekoppelte Ampeln zu installieren. Diese
sollen so im Scheitelpunkt der Einmündung positioniert werden, dass querende Fußgänger und Radfahrer
für abbiegende Fahrzeuge gut sichtbar bleiben. Zudem soll auf eine eigene Ampel für den Kfz-Verkehr
aus der Raiffeisenstraße verzichtet werden. Ergänzend regt die Fraktion an, zu überprüfen, wie Bussen
auch weiterhin ein wartefreies Abbiegen ermöglicht werden kann.
Die Mitglieder des SBUA beschlossen am Montagabend in der Alten Post bei zwei Enthaltungen, die Stadtverwaltung mit der Prüfung der Situation zu beauftragen. Dabei sollen sowohl die von der CDU
vorgeschlagene Lösung nach dem Vorbild Münster-Hiltrup als auch weitere Alternativen untersucht
werden. Diese könnten laut Christoph Britten, Leiter des Fachbereichs Planen, Bauen, Umwelt,
beispielsweise die Umleitung des Radverkehrs auf die Straße sowie die Einrichtung einer Fahrradstraße
oder Tempo-30-Zone sein.
WA.de vom 27.01.2026