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Arbeitsmarkt in Drensteinfurt

07.09.2025
Drensteinfurt. Der Arbeitsmarkt in Drensteinfurt zeigt sich in den Jahren von 2016 bis 2023 von einer dynamischen Seite, geprägt von stetigen Veränderungen in der Beschäftigungsstruktur und den wirtschaftlichen Bewegungen. Ein Blick auf die Zahlen offenbart, wie sich die Stadt im Landkreis Warendorf entwickelt hat. Der Dienstleistungssektor dominiert klar: 2016 waren 63,1 Prozent der Beschäftigten im dritten Sektor tätig, bis 2023 stieg dieser Anteil auf 68,2 Prozent. Der zweite Sektor, also das produzierende Gewerbe, verlor an Gewicht und sank von 30,3 Prozent auf 25,1 Prozent, während der erste Sektor, die Landwirtschaft, mit Werten zwischen 6,4 und 7,2 Prozent relativ stabil blieb. Diese Verschiebung spiegelt den allgemeinen Wandel hin zu einer Dienstleistungsgesellschaft wider, wie er auch in anderen Regionen zu beobachten ist. Die Arbeitsplatzzentralität blieb über die Jahre konstant bei 0,4, was darauf hindeutet, dass Drensteinfurt weiterhin eher ein Wohn- als ein Arbeitsort ist, mit vielen Pendlerbewegungen in umliegende Städte.

Die Beschäftigungsquote in der Stadt zeigt einen klaren Aufwärtstrend. Von 60 Prozent im Jahr 2016 kletterte sie bis 2023 auf 67 Prozent, ein Zeichen für eine wachsende Erwerbstätigkeit. Besonders die Frauenbeschäftigungsquote entwickelte sich positiv, von 57,1 Prozent auf 64,5 Prozent, wobei das Verhältnis der Beschäftigungsquoten von Frauen zu Männern stabil bei etwa 91 bis 93 Prozent lag. Auch ältere Arbeitnehmer waren zunehmend aktiv: Die Beschäftigungsquote der 55- bis 64-Jährigen wuchs von 48,6 Prozent auf 62,4 Prozent, was die steigende Bedeutung dieser Altersgruppe auf dem Arbeitsmarkt unterstreicht. Die Arbeitsplatzentwicklung der letzten fünf Jahre schwankte zwischen 6,1 und 14,6 Prozent, mit einem Wert von 8,7 Prozent im Jahr 2023, was ein solides, aber nicht übermäßiges Wachstum signalisiert.

Geringfügig Beschäftigte spielen in Drensteinfurt ebenfalls eine Rolle. Pro 1.000 Einwohner waren 2023 etwa 97,4 Personen in Minijobs tätig, mit einem leichten Anstieg gegenüber den Vorjahren. Frauen waren hier mit 108,3 pro 1.000 Einwohnerinnen stärker vertreten als Männer mit 86,1 pro 1.000 Einwohner. Besonders ältere Menschen ab 65 Jahren zeigten eine wachsende Beteiligung an geringfügiger Beschäftigung, mit einem Anstieg von 71,4 auf 82,8 pro 1.000 Einwohner. Der Anteil der Erwerbstätigen, die als Aufstocker Bürgergeld beziehen, sank bei Frauen von 37 Prozent im Jahr 2016 auf 18,9 Prozent im Jahr 2023, während bei Männern Schwankungen zwischen 22,3 und 36 Prozent zu verzeichnen waren. Für die Jahre 2022 und 2023 fehlen hierzu teilweise Daten.

Existenzgründungen bewegten sich zwischen 3,7 und 7,3 pro 1.000 Einwohner, mit einem Wert von 5,6 im Jahr 2023, was auf eine moderate unternehmerische Aktivität hinweist. Der Anteil Hochqualifizierter wuchs sowohl am Arbeitsort (von 8,9 auf 12,4 Prozent) als auch am Wohnort (von 13,9 auf 18 Prozent), ein Zeichen für die steigende Bedeutung von Fachkräften in der Region. Unterbeschäftigung blieb mit Werten zwischen 5,2 und 6,9 Prozent relativ konstant, wobei Männer 2023 mit 6,9 Prozent leicht höher lagen als Frauen mit 6,6 Prozent. Diese Zahlen, basierend auf Daten der Bundesagentur für Arbeit und der Statistischen Ämter, zeichnen ein Bild von Drensteinfurt als einer Stadt, die sich wirtschaftlich weiterentwickelt, mit einem klaren Fokus auf Dienstleistungen und einer zunehmenden Integration von Frauen und älteren Arbeitnehmern in den Arbeitsmarkt.



Zahlenbasis: www.wegweiser-kommune.de öffnen (externer Link, Gültig am 07.09.2025)

 Eigenbericht

 Quelle 12

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